Tod und Sterben wird in unserer heutigen Gesellschaft sehr verdrängt. Sterben geschieht heute fast nur noch in Krankenhäusern oder Altenheimen. Um auch anderen ein bisschen Einblick in das Komplexe Thema Tod und Sterben zu geben  habe ich diese Seiten gestaltet. Aber auch für berufliche Helfer  ist sie gedacht.

Dieser Brief geht an den Himmel,
er ist für Dich, ob er ankommt, weiß ich nicht! Ein paar Jahre ist es schon her und mir kommt es noch immer so vor, als ob alles erst gestern geschah. Wir wollten noch so viel gemeinsam erleben, als das Schicksal Dich fort nahm von uns. Du hasstet noch so viele Träume, doch diese Träume verwehte der Wind. Du gingst viel zu jung von uns. Das Leid, das Du hast ertragen, haben wir auch jetzt erfahren. Wir sind schon eine Ewigkeit von Dir getrennt durch Land und Ozean, in unserer Welt ist viel geschehen, in den Jahren, in dem wir uns nicht mehr sahen. Und jeder, der uns kennt, glaubt, dass wir Dich vergessen haben. Nur wir alleine wissen, dass es keine andere geben kann. Stimmen in der Nacht erzählen von Dir und unser Herz hört ihnen zu. Wir schauen zum Himmel und sehen Dich, denn der hellste Stern bist Du. Ohne Dich ist so viel passiert, viel zu viel. Doch stark und ehrlich hat uns nichts berührt, wie das letzte Gefühl. Das letzte Gefühl ist immer am stärksten. Die letzte Umarmung lässt uns nicht mehr los. Das letzte Gebet erhört irgendjemand. Das letzte Gefühl ist viel zu groß. Und niemand weiß, warum gerade Du. Hat Gott vielleicht einen Fehler gemacht? Wir haben oft nach dem Warum gefragt, doch die Antwort bleibt im Dunkel der Nacht. Unbekannt
 
 
 
 

Sterben ist kein Ereignis, sondern ein Vorgang, der fortschreitend den ganzen Menschen ergreift. Es umfaßt die letzte Zeitspanne vor dem Einsetzen des Todes. Somit ist der Sterbende ein Lebender und wie jeder Mensch in seiner Würde zu achten und zu behandeln. Folglich darf er nicht von den Lebenden abgesondert werden.

 
 
 
 
WAS IST DER TOD? Es ist sehr schwer, den Begriff ,,Tod" allgemeingütig zu definieren. Von den verschiedenen Wissenschaften wurden deshalb Definitionen eines jeweils ganz bestimmten Todes geprägt und genau definiert: Weiter Lesen
Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross Phase 1: Nicht-Wahrhabenwollen und Isolierung Der Betroffene kann seine schwere, unheilbare Erkrankung innerlich noch nicht anerkennen. Weiter Lesen
Der Hirntod Hirntod - Was ist das? In Deutschland ist mit dem Begriff "Hirntod" der so genannte Ganzhirntod gemeint. Weiter Lesen
 
Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.  Epikur
 
Meine Erfahrungen mit Tod und Sterben im Krankenhaus, Pflegeheim, in der Familie Ich habe schon viele Bücher zu Tod und Sterben gelesen. Zum Beispiel Wie wir Sterben von Sherwin B. Nuland Ein Ende in Würde. Ein Ende in Würde wünschen wir uns doch wohl alle. Nuland schreibt in seinem Buch als Einleitung: „ Jeder möchte wissen, was beim Sterben vor sich geht, auch wenn nur wenige das offen aussprechen. Ob wir uns unser eigenes Sterben vorstellen, ob wir besser verstehen wollen, was mit todkranken Mitmenschen geschied oder wahrscheinlicher, ob wir der Faszination des Todes erliegen, die aus dem Unbewussten in uns emporsteigen – der Gedanke an das Lebensende zieht  uns alle an“  Weiter Lesen

 

Soziologische Ueberlegungen zum Tod u. Sterben Ist nur das Gehirn wesentlich für den “modernen” Menschen, sind die anderen Körperteile ersetzbar, ohne daß es zu einem Identitätsverlust.................. Weiter Lesen
Die Versorgung des Verstorbenen geschieht, wie die Pflege des Sterbenden in Achtung der Würde der Persönlichkeit. Für  manche Angehörige................    Weiter Lesen        
 
 
Rechte des Sterbenden (Matthias Brefin) übersetzt aus einem Arbeitspapier des "Southwestern Michigan Service Education Council" von 1975
Ich habe das Recht, bis zum Tod als lebendiger Mensch behandelt zu werden.
Ich habe das Recht, Hoffnung zu bewahren, auch wenn sich die Gründe meines Hoffens verändern, und von Menschen gepflegt und begleitet zu werden, die diese Hoffnung stützen.
Ich habe das Recht, meine Gefühle und Empfindungen, die der nahende Tod in mir auslöst, auf meine Weise auszudrücken.
Ich habe das Recht auf Mitbestimmung bezüglich der mich betreffenden Pflege.
Ich habe das Recht auf die volle Aufmerksamkeit der medizinischen und pflegerischen Möglichkeiten, selbst wenn ich offensichtlich nicht mehr geheilt werden kann.
Ich habe das Recht, nicht einsam sterben zu müssen.
Ich habe das Recht, nicht unnötig leiden zu müssen.
Ich habe das Recht, eine ehrliche Antwort auf meine Fragen zu erhalten.
Ich habe das Recht, nicht getäuscht zu werden.
Ich habe das Recht, dass meine religiösen Gefühle, Riten und Wünsche respektiert werden.
Ich habe das Recht auf den Beistand meiner Familie und Freunde, damit ich den Tod bejahen kann, und auch meine Angehörigen haben das Recht, Hilfe zu erhalten, damit sie meinen Tod besser akzeptieren können. Ich habe das Recht, in Frieden und Würde zu sterben.

 

Patiententestament     

Der Tod und das Sterben - Themen, die wir nicht gerne anrühren. Dennoch ist in den letzten Jahren eine öffentliche Debatte über das Sterben - insbesondere über das für einige Menschen qualvolle Hinscheiden über Wochen und Monate hinweg mit manchmal allzu würdelosen Begleiterscheinungen - in Gang gekommen. Kein Wunder, daß vor allem über Sterbehilfen, über das Sterben-Lassen von Kranken, die den Tod wünschen, diskutiert wird. In Deutschland ist der Begriff "Sterbehilfe" wegen der furchtbaren Greueltaten im Dritten Reich ein besonders heikles Thema.......... Weiter Lesen

 

Was ist Traum?  Was ist Tod?

Ist dieser nur eine Unterbrechung des Lebens? oder gänzliches Aufhören desselben? Ja, für Leute, die nur Vergangenheit und Zukunft kennen und nicht in jedem Momente der Gegenwart eine Ewigkeit leben können, ja, für solche muß der Tod schrecklich sein! Wenn ihnen die beiden Krücken, Raum und Zeit, entfallen, dann sinken sie ins ewige Nichts. Und der Traum? Warum fürchten wir uns vor dem Schlafengehn nicht weit mehr als vor dem Begrabenwerden? Ist es nicht furchtbar, daß der Leib eine ganze Nacht leichentot sein kann, während der Geist in uns das bewegteste Leben führt, ein Leben mit allen Schrecknissen jener Scheidung, die wir eben zwischen Leib und Geist gestiftet?
Heinrich Heine (2, 97), Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski

 

Sterbebegleitung 

 

Gesundheitsberichterstattung

des Bundes Heft 01/01Leistungen des Gesundheitswesens S t e r b e b e g l e i t u n g

Handlungskonzept eines Hospiz
Grundprinzipien eines Hospiz
1. Patienten und Angehörige sind gemeinsame Empfänger von Unterstützung (sog. rooming in);
2. Interdisziplinär geleitetes Team: Psychologin, )
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Neun-Punkte-Katalog
für menschliche Zuwendung statt Euthanasie
1. Keine Grauzonen: Euthanasie ist Töten von Menschen.
Aktive Sterbehilfe (Euthanasie) ist das vorsätzliche Töten von Menschen - die Beschleunigung oder Vorverlegung eines Sterbevorgangs auf Verlangen oder ohne Verlangen des Betroffenen.
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Der Helfer und Begleiter
Alle Beteiligten - die Sterbenden, ihre Angehörigen und die beruflichen Helfer leiden darunter, daß das Sterben in der heutigen Zeit aus dem Erleben vieler Menschen ausgeklammert ist.Zwei Drittel aller Menschen sterben im Krankenhaus, viele im Altenheim, andere eher einsam zu Hause. Die Begleitung eines Sterbenden durch seine ganze Familie ist nur noch in Gebieten mit geschlossener Tradition zu erleben. Einem Menschen, der heute in der Stadt aufwächst, begegnet der Tod nur in den seltensten Fällen mitten im Leben. Viele von uns sind bereits im mittleren Erwachsenenalter, wenn sie beim Tod eines Eltern- oder Großelternteils erstmals mit dem Sterben in Berührung kommen.
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Grundsaetze der Bundesaerztekammer zur aerztlichen Sterbebegleitung
vom 11. September 1998 Präambel Aufgabe des Arztes ist es, unter Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen.........
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Verlust und Trauer
 
Verlust, Abschied, Trauer, Begleitung
Anmerkungen zu einem komplexen Thema „Das Leben muß man das ganze Leben lang lernen, und, was Dich vielleicht noch mehr erstaunen mag, das Leben lang muß man sterben lernen." (Seneca)
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Trauer bedeutet den Verlust körperlicher und geistiger Fähigkeiten, von Lebenskonzepten und / oder geliebter Menschen durch Tod oder Trennung. Trauer beginnt in dem Moment, in dem der Patient und / oder Angehörige erfährt, dass er nicht mehr gesund werden wird. Sobald jemand erkennen muss, dass ihm bald ein Teil seines Lebens (Fähigkeiten, Wünsche, Pläne, Lebensumfelder, ein Mensch) entrissen werden wird,  Weiter Lesen
 
 
Sind Sie für sich für die Aktive Sterbehilfe?
Ja - ich bin für mich für Aktive Sterbehilfe
Nein - ich lehne aktive Sterbehilfe für mich grundsätzlich ab
Ich weiß nicht genau wie ich mich entscheiden würde
 

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Sterbehilfe

 

Aktive Sterbehilfe - Meine Meinung dazu

Wo fängt eigentlich "Sterbehilfe" an?
- wenn ein Patient nicht mehr vollständig ernährt wird, und infolge dessen er verhungert oder er eine Infektion bekommt, durch die er dann stirbt?
- wenn ein Patient zu viel Analgetika erhält und er infolge einer Atemdepression eine Pneumonie entwickelt oder sein Atemzentrum aufhört zu arbeiten? 
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Geschichte der Euthanasie

Euthanasie (von griechisch euthanasía "schöner Tod"] bezeichnet die Sterbehilfe für unheilbar Kranke und Schwerstverletzte mit dem Zweck, ihnen qualvolles Leiden zu ersparen. Über die Jahrhunderte hinweg erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel: über "ärztliche Handlung, um Sterbenden den Todeskampf zu erleichtern" (so Francis Bacon Anfang des 17. Jahrhunderts), "Sterbebegleitung" (Hospiz) im 18. und 19. Jahrhundert, wobei die Beschleunigung des Sterbens kategorisch abgelehnt wurde, "Sterbehilfe", wobei unheilbar Kranke und Behinderte miteinbezogen wurden (Roland Gerkan um die Jahrhundertwende), bis hin zur "Vernichtung lebensunwerten Lebens" schon vor 1933. Weiter Lesen

 

Das Testament


Definition
Durch ein Testament wird eine letztwillige Verfügung getroffen. Eine andere Form der letztwilligen Verfügung ist der Erbvertrag. Eine letztwillige Verfügung ist eine einseitig getroffene Regelung des Erblassers über sein Vermögen, die im Falle seines Todes in Kraft tritt. Die rechtlichen Regeln über Inhalt, Errichtung, Widerruf, Auslegung und Anfechtung von Testamenten sind Teil des Erbrechts. Durch das so genannte Patiententestament wird dagegen nicht das Schicksal des Vermögens nach dem Tod, sondern der Umfang der medizinischen und pflegerischen Betreuung für den Fall geregelt, dass der Patient später einen Willen nicht mehr bilden oder äußern kann.......
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